Induktionslicht

Was ist Induktionslicht?

sparsam – langlebig – wartungsarm – umweltfreundlich

Das Prinzip von Induktionslicht wurde von Nikola Tesla schon 1891 entdeckt. Somit ist diese Technik nicht neu. Es hat leider nur bis heute gedauert  diese Technik serienreif umzusetzen und zu produzieren. Bei Induktionslampen wird die Gasentladung von aussen induktiv angeregt, also über elektromagnetische Felder in die Lampe eingekoppelt (induziert). Der Unterschied zu Leuchtstoffröhren oder an den Gasentladungslampen wie z. B. NAV, NDL, HQL ist der Unterschied wie die Elektronen erzeugt werden. In den Leuchtstofflampen, NAV, NDL, HQL werden die Elektronen zwischen zwei Elektroden in der Lampe erzeugt. Das bedeutet abrasiver Verschleiß dieser Teile. Bei der Induktionslampe wird die Gasentladung induktive angeregt. Also wird das Elektron über elektromagnetische Felder zum Leuchten angeregt. Dies hat den Vorteil, dass kein abrasiver Verschleiß, wie bei den o. a. Lampen vorhanden ist. Somit erhöht sich die Lebensdauer um ein vielfaches.


Warum erst jetzt die Serienreife?

Wei schon erwähnt ist die Technik/das Prinzip des Induktionslicht seit 1891 bekannt. Problematisch sind aber die elektronisch Vorschaltgeräte (EVG) gewesen. Es ist erst seit ca. 10 Jahren möglich hochfrequente EVG’s kostengünstig und serienreif zu produzieren.


Wieso Energieeinsparung?

Energieeinsparung wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Ein grosser Teil der Energie wird fuhr den Lichtbedarf benötigt (24%). Beleuchtungskosten setzen sich zusammen aus Kapitalkosten (Anschaffung und Installation) und Betriebskosten, unterteilt in die Posten Instandhaltung (Lampenersatz, Wartung) und Energie. An diesen Gesamtausgaben haben Anschaffung und Instandhaltung Anteile von jeweils 25%. Die Hälfte der Gesamtkosten wird durch den Energieverbrauch der Beleuchtung verursacht. Es leuchtet ein, das geringerer Energieverbrauch – das bedeutet hohe Lichtausbeute – sowie lange Lebensdauer bei sehr geringem Wartungsaufwand die Kosten erheblich reduzieren. Da die Induktionslampe alle diese Merkmale auf sich vereinen, sind sie sehr wirtschaftliche Leuchtmittel mit sehr hohen Lichtqualität. Kurzfristig nicht in Euro und Cent beziffern lassen sich bessere Beleuchtungsqualität (gegenüber z. B. LED) und Komfortgewinn beim Einsatz von Induktionslicht.

Einige Vorteile von Induktionslicht:

  • gute Lichtqualität
  • Eigenschaften, die den Sehkomfort erhöhen
  • flackerfreier Sofortstart
  • flimmerfreies Licht
  • dimmbares Licht (verbunden mit Energieeinsparung)
  • hohe Lebensdauer mindestens 100.000 Betriebsstunden, (entspricht mind. 14 Jahre bei 24/7 Einschaltzeit)
  • geringer Lichtverlust (20% nach 100.000 Betriebsstunden)
  • die Lichtausbeuten betragen 80 bis 90 Lumen pro Watt, auf das tatsächlich vom menschlichen Auge wahrnehmbare Licht bezogen sind es bis zu 150 Pupil-Lumen pro Watt (sog. VEL-Wert)
  • geringe CO2-Emission
  • sehr geringer Wartungsaufwand
  • Durch die Verwendung von festem Amalgam statt Quecksilber sind Induktionslampen umweltfreundlich

Die Qualität von Induktionslicht

Dadurch, dass Induktionslicht viele Anteile vom grünen und blauem Licht besitzt, ist es ein qualitativ sehr gutes Licht im Gegensatz zu anderen Lichtsystemen wie LED, HQL, etc.  Unser Auge ist so aufgebaut, dass es im dunkeln besser sehen kann, wenn viel blaues und grünes Licht vorhanden ist. Das Auge hat sich daran gewöhnt im Dunkeln unter dem Mondlicht besser zu sehen, welches viele blaue und grüne Lichtbestandteile aufweist. Hintergrund dieser Beschaffenheit liegt in der Evolution des Menschen. Das Auge hat sich daran gewöhnt im Dunkeln unter dem Mondlicht zu sehen. Bei LED und Natriumdampf Lampen weisen diese blauen und grünen Lichtspektren in unzureichendem Maße aus. LED Licht ist dadurch sehr grell und blendend. Natriumdampflampen weissen eher gelbgräuliches Licht auf.  Somit ist bei beidem Systemen die Sichtbarkeit bei Nacht qualitativ nicht annähert so gut wie bei Induktionslicht.


Wie funktioniert Induktionslicht?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Hochdruck-, Niederdruckgasentladungslampe wird die UV Strahlung der Elektroden von aussen durch ein hochfrequentes , wechselndes (210kHZ) Magnetfeld angeregt. Dadurch hat man keinen abrasiven  Verschleiß. Im Inneren des Glaskolbens befindet sich ein Edelgas (meistens Argon, welches zu 1% in der Atemluft vorhanden ist) mit einem geringem Anteil von Amalgam in fester Form. Das erzeugte UV Licht wird auf ein fluorezente Beschichtung (meistens aus Phosphor), am inneren des Glaskolbens abgegeben. Die Beschichtung wandelt die UV Strahlung in sichtbares, tageslichtähnliches Licht um. Dadurch, dass Amalgam in fester Form im Glaskolben vorhanden ist, besteht keine gesundheitliche Gefahr wie bei bei Quecksilberdampflampen (HQL) bei Bruch.


Einsatzgebiete von Induktionslicht